Jung­fern­fahrt der ersten mo­der­ni­sier­ten S-Bahn

Jung­fern­fahrt der ersten mo­der­ni­sier­ten S-Bahn

Als Staats­mi­nis­te­rin Ilse Aigner heute gemeinsam mit Ver­tre­tern von Deutscher Bahn und Baye­ri­scher Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft den sym­bo­li­schen Start­knopf drückte, war es endlich so weit... mehr

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Als Staats­mi­nis­te­rin Ilse Aigner heute gemeinsam mit Ver­tre­tern von Deutscher Bahn und Baye­ri­scher Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft den sym­bo­li­schen Start­knopf drückte, war es endlich so weit: Feu­er­fon­tä­nen sprühten und die Türen des ersten mo­der­ni­sier­ten Fahrzeugs der Münchner S-Bahn-Flotte öffneten sich. Es ist eine wichtige Etappe im fünf­jäh­ri­gen und rund 300 Millionen Euro teuren Mam­mut­pro­jekt. Gleich­zei­tig ist es das größte Fahr­zeug­mo­der­ni­sie­rungs­pro­jekt der Deutschen Bahn. Rund 120 geladene Gäste aus der Politik und der Ei­sen­bahn­bran­che konnten heute erstmals den komplett neu ge­stal­te­ten Innenraum erleben.

Für die Gäste gab es viel Neues zu entdecken: groß­zü­gi­ge­re Durch­gän­ge; ein neues Licht­kon­zept, das sich au­to­ma­tisch an die Licht­ver­hält­nis­se der Umgebung anpasst; neue De­cken­mo­ni­to­re, die Fahrgäste über Fahrt­ver­lauf, Um­stei­ge­mög­lich­kei­ten und Ab­wei­chun­gen vom Re­gel­be­trieb in­for­mie­ren; einen neu gestalten Familien- und Grup­pen­be­reich, in dem die Sitze in Form einer Eckbank an­ge­ord­net sind und in dem selbst größeren Gruppen Platz haben. Bis 2020 werden nach und nach alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 über­ar­bei­tet. Sie wurden in den Jahren 2000 bis 2005 in Betrieb genommen und haben seither jeweils bis zu drei Millionen Kilometer zu­rück­ge­legt.

Auf der heutigen Jung­fern­fahrt vom Be­triebs­hof in Stein­hau­sen zum Ost­bahn­hof kam die mo­der­ni­sier­te S-Bahn bei den Gästen gut an. Besonders gelobt wurde, dass die S-Bahn weiter, freund­li­cher und vor allem durch­läs­si­ger wirke. Dabei geht es bei dem Mo­der­ni­sie­rungs­pro­jekt um weit mehr als um einen besseren Rau­mein­druck und zu­sätz­li­chen Komfort: In erster Linie verfolgen die Pro­jekt­part­ner Baye­ri­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft und S-Bahn München zwei Ziele: mehr Ka­pa­zi­tä­ten und eine höhere Be­triebs­sta­bi­li­tät. Der Hin­ter­grund ist, dass erst mit In­be­trieb­nah­me der 2. Stamm­stre­cke mehr S-Bahnen durch München fahren können. An­ge­sichts weiter stei­gen­der Fahr­gast­zah­len gilt es bis dahin so weit wie möglich die Situation zu vermeiden, dass Pas­sa­gie­re wegen über­füll­ter S-Bahnen nicht mitfahren können.

Bislang kon­zen­trie­ren sich die Pas­sa­gie­re meist im Ein­stiegs­be­reich der S-Bahnen, während der Platz zwischen den Sitz­grup­pen zu wenig genutzt wurde. Im Rahmen der Mo­der­ni­sie­rung werden im Ein­stiegs­be­reich die Durch­gän­ge zu den Sitz­grup­pen geweitet, und es besteht künftig die Mög­lich­keit, Gepäck unter und neben den Sitzen ab­zu­stel­len. Auf diese Weise kommt es zu weniger Blockaden und die Fahrgäste verteilen sich besser auf das gesamte Fahrzeug.

Am Dienstag und Mittwoch besucht der Zug mit aus­ge­wähl­ten Fahr­gäs­ten die Land­krei­se rund um München, bevor er ab 12. Juli im Re­gel­be­trieb durch das Netz der Münchner S-Bahn fährt. In den folgenden Monaten und Jahren werden Fahrgäste die mo­der­ni­sier­ten S-Bahnen immer häufiger zu Gesicht bekommen: Bis Ende 2020 werden nach und nach alle 238 Fahrzeuge vom Typ ET 423 aus dem Betrieb genommen, umgebaut und wieder ein­ge­setzt.

Start­si­gnal

Großer Bahnhof für die Jung­fern­fahrt der ersten mo­der­ni­sier­ten S-Bahn vom Typ ET 423: (von links) Heiko Büttner, Vor­sit­zen­der Ge­schäfts­füh­rung S-Bahn München, Johann Niggl, Sprecher der Ge­schäfts­füh­rung der Baye­ri­schen Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft, Ilse Aigner, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Wohnen, Bau und Verkehr, Berthold Huber, Vorstand Per­so­nen­ver­kehr, Deutsche Bahn und Klaus-Dieter Josel, Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter der Deutschen Bahn in Bayern, geben im S-Bahn-Be­triebs­hof den sym­bo­li­schen Start­schuss für die Jung­fern­fahrt des ersten mo­der­ni­sier­ten Zugs zum Ost­bahn­hof.

Ein­wei­hung

Die Pro­jekt­part­ner Staats­re­gie­rung, DB und Baye­ri­sche Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft weihen gemeinsam die mo­der­ni­sier­te S-Bahn ein und schicken sie auf Jung­fern­fahrt von Stein­hau­sen zum Ost­bahn­hof: (1. Reihe von links) Johann Niggl, Sprecher der Ge­schäfts­füh­rung der Baye­ri­schen Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft, Berthold Huber, Vorstand Per­so­nen­ver­kehr, Deutsche Bahn, Ilse Aigner, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Wohnen, Bau und Verkehr, Heiko Büttner, Vor­sit­zen­der Ge­schäfts­füh­rung S-Bahn München und Klaus-Dieter Josel, Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter der Deutschen Bahn in Bayern.

Pro­be­sit­zen

Die Pro­jekt­part­ner des Mo­der­ni­sie­rungs­pro­jekts beim Pro­be­sit­zen auf der Eckbank im neu ge­stal­te­ten Familien- und Grup­pen­be­reich: (von links) Klaus-Dieter Josel, Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter der Deutschen Bahn in Bayern, Berthold Huber, Vorstand Per­so­nen­ver­kehr, Deutsche Bahn, Ilse Aigner, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Wohnen, Bau und Verkehr, Heiko Büttner, Vor­sit­zen­der Ge­schäfts­füh­rung S-Bahn München und Johann Niggl, Sprecher der Ge­schäfts­füh­rung der Baye­ri­schen Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft.

Monitor

Be­gut­ach­ten den neuen Monitor in der ersten mo­der­ni­sier­ten S-Bahn München: (von links) Ilse Aigner, baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­rin für Wohnen, Bau und Verkehr, Johann Niggl, Sprecher der Ge­schäfts­füh­rung der Baye­ri­schen Ei­sen­bahn­ge­sell­schaft, Heiko Büttner, Vor­sit­zen­der Ge­schäfts­füh­rung S-Bahn München und Berthold Huber, Vorstand Per­so­nen­ver­kehr, Deutsche Bahn.

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