Mo­der­ni­sier­te S-Bahnen für die wachsende Stadt

Der Großraum München wächst und wächst. Die steigende Nachfrage trifft auf ein S-Bahn-System, das am Ka­pa­zi­täts­li­mit angelangt ist. Die Be­stands­fahr­zeu­ge der S-Bahn München werden daher mo­der­ni­siert und fit gemacht für die nächsten Jahre im Dau­er­ein­satz. Ab Mitte der 2020er Jahre werden sie suk­zes­si­ve durch Neu­fahr­zeu­ge ersetzt.

Keine Me­tro­pol­re­gi­on in Deutsch­land ver­zeich­net ein so hohes Be­völ­ke­rungs­wachs­tum wie der Großraum München. Die aktuelle Studie des Baye­ri­schen Lan­des­amts für Statistik kommt zu dem Ergebnis, dass die Be­völ­ke­rung zwischen 2016 und 2026 um 231.000 Einwohner zunehmen wird. Somit würden 2026 3.110.000 Einwohner in München und den acht Land­krei­sen des MVV-Gebiets leben. Die Prognose geht davon aus, dass die Lan­des­haupt­stadt bis 2026 auf eine Ein­woh­ner­zahl von 1.589.000 wachsen wird. Das würde ein Wachstum von 125.000 Ein­woh­nern gegenüber 2016 bedeuten. Eine Studie der Lan­des­haupt­stadt München aus dem Jahr 2017 geht sogar davon aus, dass München bis 2026 ein Plus von rund 183.000 Ein­woh­nern ver­zeich­nen wird.

Dieses immense Wachstum trifft auf ein S-Bahn-System, das bereits am Ka­pa­zi­täts­li­mit angelangt ist. Erst mit In­be­trieb­nah­me der 2. Stamm­stre­cke im Jahr 2026 werden aber mehr S-Bahnen durch München fahren können. Diese knapp zehn Jahre müssen über­brückt werden. Die BEG hat die Mo­der­ni­sie­rung auf den Weg gebracht, um die S-Bahn-Fahrzeuge an die steigende Nachfrage an­zu­pas­sen. Mehr Ka­pa­zi­tä­ten und eine höhere Be­triebs­sta­bi­li­tät haben bei diesem Projekt Priorität. Gleich­zei­tig wird im Rahmen des Möglichen auch die Qualität weiter ver­bes­sert, zum Beispiel mit einem neuen Fahr­gast­in­for­ma­ti­ons­sys­tem.